Schnell ladende Videos in WordPress – mit Zugriffskontrolle

Die Zeiten, in denen Internetseiten und Blogs reine Schriftstücke waren, sind lange vorbei. Während sich Bilder in jedem WordPress-Blog einfach integrieren lassen, sind selbst gehostete Videos keine gute Lösung. Externes Video-Hosting ist aber nicht besonders kompliziert. Und schon ab einem Euro im Monat gibt es eine werbefreie Lösung mit voller Zugriffskontrolle.

Externes Video-Hosting ist sinnvoll

Videos lassen sich grundsätzlich in WordPress genauso wie Bilder im Dashboard unter „Medien“ hochladen. Alternativ lädt man sie mit einem FTP-Programm auf den Webserver und bindet sie mit Hilfe des Plugins Media from FTP ein.

Allerdings sind die allerwenigsten Webserver dazu geeignet, den Besuchern auch Videos auszuliefern. Selbst wenn die Server-Bandbreite ausreicht, gibt es Probleme, sobald ein Browser das Video – aus welchen Gründen auch immer – in einem anderen als dem vorhandenen Format benötigt. Daher ist es sinnvoll, die Videos von einem darauf spezialisierten Server ausliefern zu lassen.

Natürlich kann man das Video einfach bei YouTube hochladen und in WordPress einbinden. Das ist einfach, schnell und kostenlos. Nachteilig ist, dass eine Zugriffskontrolle nicht wirklich möglich ist. Außerdem wird vor und/oder während der Video-Wiedergabe Werbung eingeblendet.

Das Multifunktions-Plugin Jetpack bietet die Möglichkeit, Videos über seinen Dienst VideoPress auszuliefern. Die Integration ist wie gewohnt sehr einfach. Leider ist der Dienst nur im Abo verfügbar. Für rund 10 Euro im Monat können bis zu 1 TB Video-Daten (etwa 10 Stunden Full-HD) gehostet und mit bis zu 4k und 60fps ausgeliefert werden. Für Gelegenheitsnutzer bzw. einzelne, kürzere Videos ist das Angebot daher ziemlich teuer.

Bunny.net – günstiges Video-Hosting für kleine Projekte

Eine gute Alternative dazu bietet bunny.net1. Der Dienst Bunny Stream ist bereits ab einem Euro (bzw. US-Dollar) im Monat erhältlich. Wer beispielsweise 1 Stunde Full-HD speichern möchte, die 100 Stunden „Watch Time“ im Monat erhalten, zahlt dafür nur knapp 4 Euro.

Die Einrichtung ist nicht ganz so trivial wie mit Jetpack, aber auch nicht kompliziert. Nach der Registrierung erstellt man unter Stream eine Library. Die Auswahl weiterer Speicher-Orte für die Library kann man auf später verschieben (einmal hinzugefügte Orte können nicht entfernt werden).

Dann können schon Videos hochgeladen werden. Vorher sind jedoch einige Einstellungen für die Library fällig.

Unter Player lassen sich die Bedienelemente des Videofensters individualisieren und beispielsweise die Farbgebung an das eigene Webdesign anpassen.

Unter Encoding können die Formate ausgewählt werden, in denen die Videos ausgeliefert werden. Hier lässt sich beispielsweise einstellen, dass die aufwändig produzierten HD-Inhalte Nutzern mit schlechter Internetverbindung auch in niedrigen Auflösungen zur Verfügung stehen – bzw. nicht.

Die Einstellungen unter Encoding
Die Einstellungen unter Encoding

Unter Security lässt sich der Zugriff auf die Videos einschränken. Hier sollte der eigene Servername eingetragen werden, damit fremde Webseiten das Video nicht einbinden können.

Die Einstellungen unter Security
Die Einstellungen unter Security

Nun ist es Zeit für den Upload des ersten Videos. Der Button unter Manage Library erlaubt dies per Drag&Drop. Nach dem Upload wird die Datei vom Server in unterschiedliche Formate umgewandelt („Transcoding“). Währenddessen kann man bereits eine Beschreibung eingeben oder eine Untertitel-Datei hochladen. Nach dem Transcoding lässt sich ein Vorschaubild („Thumbnail“) auswählen bzw. hochladen.

Unter Embed gibt es Einstellmöglichkeiten für das Verhalten des Video-Players. Darunter wird der HTML-Code zur Einbettung (erst beim Daraufklicken) angezeigt.

Die Einstellungen unter für ein einzelnes Video
Die Einstellungen unter für ein einzelnes Video

Video-Einbettung und Zugriffskontrolle in WordPress

Die Einbettung in WordPress ist denkbar einfach mit Hilfe eines Blocks vom Typ „individuelles HTML“. In diesen fügt man den Embed-Code des Videos von bunny.net ein.

Sollen nur registrierte Lesern das Video sehen, benötigt man ein weiteres Plugin: Mit Ultimate Member wird der Zugriff für einzelne Blöcke – und damit auch der HTML-Video-Block – je nach Nutzergruppen eingestellt. Ist das Plugin installiert, wählt man den Block im Editor aus und aktiviert dann in der Seitenleiste unter „Ultimate Member“ den Schieber „Zugriff beschränken?“. Darunter wählt man die Anzeige nur für „Angemeldete Benutzer“ und muss dann – wichtig! – darunter alle Rollen anwählen, welche den Block sehen sollen.

Für eine vollständige Zugriffskontrolle sollte die Registrierung neuer Benutzer erst nach Genehmigung bzw. Freischaltung erfolgen. Dies wird mit dem Plugin New User Approve möglich.

Ein Beispiel für ein entsprechend gehostetes Video (in diesem Fall ohne Zugriffsbeschränkung) gibt es auf unserem Japan-Blog.

Fazit

Wer Videos nur auf dem eigenen WordPress-Blog anbieten möchte, findet mit bunny.net1 einen günstigen Hoster dafür. Mit dem WordPress-Plugin Ultimate Member lässt sich der Zugriff dabei auf registrierte Nutzer beschränken.

1 Transparenz-Hinweis: Für Registrierungen über diesen Link erhalte ich eine Provision von bunny.net. Die Empfehlung spreche ich jedoch davon unabhängig aufgrund meiner Erfahrung mit dem Dienst aus.

VPN-Verbindung zur FRITZ!Box automatisch aufbauen und halten

Je nach Reiseland gibt es unterschiedliche Einschränkungen beim Zugriff auf diverse Internetdienste. Wer eine FRITZ!Box in der Heimat hat, kann seine Internetverbindung darüber tunneln, um weiterhin auf alle gewünschten Dienste zuzugreifen.

Außerdem erfährt der Mobilfunk- bzw. WLAN-Betreiber vor Ort auf diese Weise nicht, welche Webseiten und Dienste aufgerufen werden.

Die Einrichtung ist grundsätzlich direkt in den Einstellungen von iOS und MacOS möglich. Mit ein wenig mehr Aufwand kann man jedoch auch ein Konfigurationsprofil anlegen. Dadurch ergeben sich einige Vorteile:

  • Die Verbindung wird automatisch (wieder)aufgebaut, auch bei zwischenzeitlicher Unterbrechnung, z.B. durch einen Wechsel von WLAN auf Mobilfunk.
  • Der Verbindungsaufbau zu Diensten wie Google Gmail, Youtube), Meta (Facebook, Whatsapp), Twitter sowie allen Webseiten mit .de-Adresse läuft immer ausschließlich über die VPN-Verbindung.
  • Andere Dienste werden über VPN genutzt, wenn sie anders nicht erreichbar sind.
  • Chinesische Webseiten und Dienste werden nie über die VPN-Verbindung aufgerufen, da diese mitunter über einen deutschen Internetanschluss auch gar nicht richtig funktionieren (z.B. Beijing HealthKit).

Die einzelnen Schritte zur Einrichtung werden im Folgenden beschrieben:

Einrichtung eines Nutzers auf der FRITZ!Box mit VPN-Zugriff

Damit man sich aus der Ferne mit der FRITZ!Box verbinden kann, muss diese entsprechend eingestellt werden. Die zwei Schritte sind:

  • Anmeldung der FRITZ!Box beim Dienst MyFritz
  • Anlegen eines Benutzers mit VPN-Zugriff

Das Vorgehen ist nicht kompliziert und es existieren im Internet diverse Anleitungen dazu, z.B. auf der Seite des FRITZ!Box-Herstellers AVM.

Ermittlung der Zugriffsdaten

Für die VPN-Verbindung zur FRITZ!Box werden einige Zugangsdaten benötigt, die in FRITZ!OS ausgelesen werden können. Unter „System“ > „FRITZ!Box-Benutzer“ wählt man dazu den entsprechenden Benutzer zur Bearbeitung aus.

Wenn der Haken bei „VPN“ gesetzt und die Einstellung gespeichert ist, erscheint daneben ein Link „VPN-Verbindungsdaten anzeigen“. Per Klick öffnet sich ein Pop-Up mit den benötigten Informationen.

Eintragen der Daten in die Vorlage der Profildatei

Für das VPN-Konfigurationsprofil sind unterschiedliche Einstellungen möglich. Zwei Vorlagen sind unten aufgeführt. In beiden Fällen wird Code in einen Texteditor eingefügt. Dann müssen die Zugangsdaten (Beschaffung s. oben) an den passenden Stellen (gekennzeichnet durch GROSSBUCHSTABEN) eingefügt werden. Die fertige Datei wird als vpn.mobileconfig gespeichert. Dabei ist nur die Dateiendung wichtig.

Vorlage 1: Always On Full Tunnel

Im einfachsten Fall wird die Verbindung immer, d.h. bei WLAN- und Mobilfunkverbindung aufgebau und alle Daten darüber „getunnelt“. Das gewährt den höchsten Schutz davor, dass der WLAN- oder Mobilfunk-Betreiber die Daten ausspäht oder gar manipuliert. Es sind alle Internetdienste verfügbar, auf die man auch in Deutschland zugreifen kann.

Achtung: Mit dieser Konfiguration müssen alle Daten den Umweg über die heimische FRITZ!Box nehmen, was zu Geschwindigkeitseinbußen führen kann. Manche Dienste, auf die man im Ausland möglicherweise angewiesen ist, sind so auch gar nicht verfügbar (Bsp.: Beijing Healthkit). Daher empfehle ich für das iPhone in China die zweite Vorlage.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
  <dict>
    <key>PayloadContent</key>
    <array>        <dict>
      <key>UserDefinedName</key>
      <string>VPN_AlwaysOn</string>
      <key>PayloadDisplayName</key>
      <string>VPN_AlwaysOn</string>
      <key>PayloadIdentifier</key>
      <string>com.vpn.vpn2</string>
      <key>PayloadUUID</key>
      <string>E664AF07-677A-D8C9-16DE-0386A4EDB686</string>
      <key>VPNType</key>
      <string>IPSec</string>
      <key>IPSec</key>
      <dict>
        <key>RemoteAddress</key>
        <string>ADRESSEDEINERFRITZBOX.myfritz.net</string>
        <key>AuthenticationMethod</key>
        <string>SharedSecret</string>
        <key>SharedSecret</key>
        <string>DEINSHAREDSECRET</string>
        <key>XAuthEnabled</key>
        <integer>1</integer>
        <key>XAuthName</key>
        <string>DEINBENUTZERNAME</string>
        <key>XAuthPassword</key>
        <string>BENUTZERPASSWORT</string>
        <key>LocalIdentifier</key>
        <string>DEINBENUTZERNAME</string>
        <key>LocalIdentifierType</key>
        <string>KeyID</string>
      </dict>
      <key>OnDemandEnabled</key>
      <integer>1</integer>
      <key>OnDemandRules</key>
      <array>
        <dict>
          <!-- VPN Default state -->
          <key>Action</key>
          <string>Connect</string>
        </dict>
      </array>
      <key>OverridePrimary</key>
      <true/>
      <key>IPv4</key>
      <dict>
        <key>OverridePrimary</key>
        <integer>1</integer>
      </dict>
      <key>PayloadType</key>
      <string>com.apple.vpn.managed</string>
      <key>PayloadVersion</key>
      <integer>1</integer>
    </dict>
  </array>
  <key>PayloadDisplayName</key>
  <string>VPN Configurations</string>
  <key>PayloadIdentifier</key>
  <string>2E6CBADD-3B7F-16DB-8B2C-968CF3F7ADE2</string>
  <key>PayloadRemovalDisallowed</key>
  <false/>
  <key>PayloadType</key>
  <string>Configuration</string>
  <key>PayloadUUID</key>
  <string>21778048-47C6-8895-29A1-DFB2B776BF99</string>
  <key>PayloadVersion</key>
  <integer>1</integer>
</dict>
</plist>

Vorlage 2: VPN-Tunnel für ausgewählte Dienste

In diesem Fall werden nicht alle Daten durch den VPN-Tunnel übertragen. Lokale chinesische Dienste (*.cn) werden davon ausgenommen. Häufig blockierte Dienste (von Google, Facebook, Twitter) sowie alle deutschen Domains (*.de) werden immer über den VPN-Tunnel kontaktiert. Bei den übrigen Übertragungen wird der VPN-Tunnel verwendet, falls der Dienst anders nicht erreicht wird.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
  <dict>
    <key>PayloadContent</key>
    <array>        <dict>
      <key>UserDefinedName</key>
      <string>VPN_CN</string>
      <key>PayloadDisplayName</key>
      <string>VPN_CN</string>
      <key>PayloadIdentifier</key>
      <string>com.vpn.vpn3</string>
      <key>PayloadUUID</key>
      <string>E664AF07-677A-D8C9-16DE-0386A4EDB687</string>
      <key>VPNType</key>
      <string>IPSec</string>
      <key>IPSec</key>
      <dict>
        <key>RemoteAddress</key>
        <string>ADRESSEDEINERFRITZBOX.myfritz.net</string>
        <key>AuthenticationMethod</key>
        <string>SharedSecret</string>
        <key>SharedSecret</key>
        <string>DEINSHAREDSECRET</string>
        <key>XAuthEnabled</key>
        <integer>1</integer>
        <key>XAuthName</key>
        <string>BENUTZERNAME</string>
        <key>XAuthPassword</key>
        <string>BENUTZERPASSWORT</string>
        <key>LocalIdentifier</key>
        <string>BENUTZERNAME</string>
        <key>LocalIdentifierType</key>
        <string>KeyID</string>
      </dict>
      <key>OnDemandEnabled</key>
      <integer>1</integer>
      <key>OnDemandRules</key>
      <array>
        <dict>
          <key>Action</key>
          <string>EvaluateConnection</string>
          
          <key>InterfaceTypeMatch</key>
          <string>WiFi</string>
          
          <key>ActionParameters</key>
          <array>
            <dict>
              <key>Domains</key>
              <array>
                <string>*.cn</string>
                <string>spotify.com</string>
              </array>
              <key>DomainAction</key>
              <string>NeverConnect</string>
            </dict>
            
            <dict>
              <key>Domains</key>
              <array>
                <string>apple.com</string>
                <string>google.com</string>
                <string>gmail.com</string>
                <string>googlemail.com</string>
                <string>ggpht.com</string>
                <string>wa.me</string>
                <string>whatsapp-plus.info</string>
                <string>whatsapp-plus.me</string>
                <string>whatsapp-plus.net</string>
                <string>whatsapp.cc</string>
                <string>whatsapp.com</string>
                <string>whatsapp.info</string>
                <string>whatsapp.net</string>
                <string>whatsapp.org</string>
                <string>whatsapp.tv</string>
                <string>whatsappbrand.com</string>
                <string>t.co</string>
                <string>ads-twitter.com</string>
                <string>periscope.tv</string>
                <string>pscp.tv</string>
                <string>tweetdeck.com</string>
                <string>twimg.com</string>
                <string>twitpic.com</string>
                <string>twitter.co</string>
                <string>twitter.com</string>
                <string>twitterinc.com</string>
                <string>twitteroauth.com</string>
                <string>twitterstat.us</string>
                <string>twttr.com</string>
                <string>youtube.com</string>
                <string>*.de</string>
              </array>
              <key>DomainAction</key>
              <string>ConnectIfNeeded</string>
              <key>RequiredURLStringProbe</key>
              <string>0.0.0.0</string>
            </dict>
          </array>
        </dict>
        <dict>
          <key>Action</key>
          <string>EvaluateConnection</string>
          
          <key>InterfaceTypeMatch</key>
          <string>Cellular</string>
          
          <key>ActionParameters</key>
          <array>
            <dict>
              <key>Domains</key>
              <array>
                <string>apple.com</string>
                <string>google.com</string>
                <string>gmail.com</string>
                <string>googlemail.com</string>
                <string>ggpht.com</string>
                <string>wa.me</string>
                <string>whatsapp-plus.info</string>
                <string>whatsapp-plus.me</string>
                <string>whatsapp-plus.net</string>
                <string>whatsapp.cc</string>
                <string>whatsapp.com</string>
                <string>whatsapp.info</string>
                <string>whatsapp.net</string>
                <string>whatsapp.org</string>
                <string>whatsapp.tv</string>
                <string>whatsappbrand.com</string>
                <string>t.co</string>
                <string>ads-twitter.com</string>
                <string>periscope.tv</string>
                <string>pscp.tv</string>
                <string>tweetdeck.com</string>
                <string>twimg.com</string>
                <string>twitpic.com</string>
                <string>twitter.co</string>
                <string>twitter.com</string>
                <string>twitterinc.com</string>
                <string>twitteroauth.com</string>
                <string>twitterstat.us</string>
                <string>twttr.com</string>
                <string>youtube.com</string>
                <string>*.de</string>
                <string>*wikipedia*</string>
              </array>
              <key>DomainAction</key>
              <string>ConnectIfNeeded</string>
              <key>RequiredURLStringProbe</key>
              <string>https://www.google.de/</string>
            </dict>
            <dict>
              <key>Domains</key>
              <array>
                <string>*.cn</string>
                <string>spotify.com</string>
                <string>*</string>
              </array>
              <key>DomainAction</key>
              <string>NeverConnect</string>
            </dict>
          </array>
        </dict>
        <dict>
          <key>Action</key>
          <string>Disconnect</string>
        </dict>
      </array>
      <key>OverridePrimary</key>
      <true/>
      <key>IPv4</key>
      <dict>
        <key>OverridePrimary</key>
        <integer>0</integer>
      </dict>
      <key>PayloadType</key>
      <string>com.apple.vpn.managed</string>
      <key>PayloadVersion</key>
      <integer>1</integer>
    </dict>
  </array>
  <key>PayloadDisplayName</key>
  <string>VPN Configurations</string>
  <key>PayloadIdentifier</key>
  <string>2E6CBADD-3B7F-16DB-8B2C-968CF3F7ADE3</string>
  <key>PayloadRemovalDisallowed</key>
  <false/>
  <key>PayloadType</key>
  <string>Configuration</string>
  <key>PayloadUUID</key>
  <string>21778048-47C6-8895-29A1-DFB2B776BF98</string>
  <key>PayloadVersion</key>
  <integer>1</integer>
</dict>
</plist>

Installation und Aktivierung des Profils

Die Installation des Konfigurationsprofils ist einfach:

MacOS

Unter MacOS kann man die Datei direkt per Doppelklick öffnen. Danach öffnet man die Systemeinstellungen und wählt den Eintrag „Profile“ (bis MacOS 12). Das neue Profil wird unter „Geladen“ mit einem kleinen gelben Dreieck angezeigt. Wählt man es aus, kann man es „Installieren…“, wozu Adminrechte abgefragt werden.

In der Menüleiste oben rechts kann die VPN-Verbindung daraufhin ausgewählt werden. Falls sie dort nicht sichtbar ist, findet man sie in den Systemeinstellungen unter Netzwerk und kann dort auch den Haken setzen bei „VPN-Status in der Menüleiste anzeigen“.

iOS/iPadOS

Auf dem iPhone oder iPad installiert man das Konfigurationsprofil am einfachsten, in dem man es per AirDrop an das entsprechende Gerät schickt. Alternativ kann man es auch per Email verschicken. Danach wird es direkt oben Einstellungen angezeigt und man kann es installieren. Dazu wird das Gerätepasswort benötigt.

Die Verbindung sollte daraufhin automatisch aufgebaut werden. Man kann dies jedoch auch unter „Einstellungen“ > „VPN“ (de)aktivieren bzw. eine andere VPN-Verbindung (jedoch immer nur eine) auswählen.

FRITZ!Box-VPN-Verbindung mit mehreren Geräten

Eine FRITZ!Box kann laut AVM bis zu 12 VPN-Verbindungen aufbauen, bevor es zu Einschränkungen kommt. Mir ist jedoch aufgefallen, dass bereits bei zwei Geräten Verbindungsabbrüche vorkommen, wenn bei für beide Verbindungen der gleiche FRITZ!Box-Benutzer genutzt wird.

Wer mehrere Geräte per VPN mit der FRITZ!Box verbinden möchte, sollte dafür also jeweils einen Benutzer anlegen.

Anforderungen an den Internetanschluss

Geschwindigkeit

Im VPN-Betrieb müssen alle Daten durch den Up- und Downlink eurer FRITZ!Box. Die Reaktionszeiten nehmen dabei zwangsläufig zu. Außerdem kann die Datenrate dadurch geringer sein. Denn insbesondere bei DSL-Verbindungen ist die Uploadgeschwindigkeit oft deutlich geringer als der Download. Das fällt im normalen Betrieb selten auf, ist im VPN-Betrieb aber das „Nadelöhr“.

Akzeptable Ergebnisse werden bereits mit 10 MBit/s Upload erreicht. Mit 40 MBit/s Upload (bei „DSL100“) oder mehr läuft es aber deutlich flüssiger.

Anschlusstyp

Der VPN-Dienst über MyFritz funktioniert nur mit Anschlüssen, die über eine IPv4-Adresse verfügen.

Diese Hochzeitsfehler könnt ihr euch ersparen

Ein Porsche Panamera über den ein Konfettiregen gegangen ist

Als Mensch in seinen Dreißigern und DJ erlebt man zwangsläufig die ein oder andere Hochzeit. Und betrachtet diese wortwörtlich etwas nüchterner. Irgendwann habe ich angefangen, mir ein paar Sachen aufzuschreiben. Das Wort „Fehler“ ist dabei vielleicht etwas zu kritisch. Aber es sind vermeidbare Dinge, die nicht wirklich zum Erfolg einer Hochzeit beitragen.

Das Brautpaar kümmert sich selbst um die Getränke.

Eine Hochzeit ist eine teure Angelegenheit. Oder eine sehr teure. Und beim Versuch, das Budget einzuhalten, ist Kreativität gefragt und berechtigt. Wer die Getränke nicht über die Location beziehen (muss und) möchte, sollte dafür aber ein paar Freunde oder Jugendliche aus dem Bekanntenkreis einplanen. Für das Brautpaar gibt es an dem Tag jedenfalls so viel zu tun und zu beachten, dass man sich nicht noch an seinem Hochzeitstag mit der Zapfanlage rumärgern muss.

Eine Stunde lang Torte servieren zur Prime Time

Nach einem üppigen Abendessen und – im schlimmsten Fall – einigen langatmigen Redebeiträgen brauchen die Gäste Bewegung. Dass dann auf einigen Hochzeiten noch eine Torte aufgefahren wird, ist kardiologisch bedenklich, ist eine kardiologische Katastrophe. Wenn dann auch noch das Brautpaar höchstpersönlich eine Stunde lang jedem Gast ein Stück serviert, ist es auch ein dramaturgischer Tiefpunkt. Besser: Kuchen anschneiden, am Buffett bereitstellen und mit Tanz für Bewegung sorgen.

Unabgestimmte Rede- und sonstige Beiträge

Der Klassiker für Hochzeits-DJs, die ja meistens auch die Hochzeits-Techniker sind: Bei der ordentlichen Vorbesprechung wenige Tage vor der großen Feier ist eigentlich alles geklärt – Funk-Mikro, Lieblingslied und Soundtrack für den Eröffnungstanz, Instrumentenkabel für einen Musikbeitrag. Kein Problem. Garantiert kommt dann aber am Abend auf der Feier Onkel Klaus um die Ecke. Mit dem Beamer aus dem Lehrerzimmer und dem Laptop von Marcel unterm Arm. Er möchte eine Diashow halten. Und dann heißt es eine Leinwand zu improvisieren, Stromversorgung und Kabel für das Tonsignal ziehen, Tische umstellen.

So etwas gehört dazu, aber es stresst. Und lässt sich durch eine vorherige Abstimmung deutlich angenehmer und zuverlässiger organisieren. Und die Trauzeugen können es auch besser ins Programm einbauen.

Eine Feier mit vielen Kindern – direkt an der vielbefahrenen Bundesstraße

Ja, das habe ich so erlebt. Nach meinem Kenntnisstand sind alle Kinder wohlauf. Dass es für die jungen Eltern eine entspannte Hochzeit war, auf der sie ständig ihre Kinder einfangen mussten, wagen ich aber zu bezweifeln.

Übrigens: Bei Hochzeiten in Finnland werden Kinder mitunter explizit ausgeladen (auch das so erlebt). So oder so, auch für die Kleinsten muss man sich etwas überlegen.

Dutzende Rechauds im fensterlosen Raum

Rechauds sind diese kleinen Badewannen aus Edelstahl, in denen die Caterer das Essen warmhalten. Und diese Brennpaste unter den Gefäßen hat ordentlich Dampf. Auf einer Hochzeit waren Dutzende davon in einem kleinen, fensterlosen Raum aufgestellt. Mit dem Ergebnis, dass dieser Raum in kürzester Zeit einer Sauna glich.

Nicht der größte Hochzeitsfehler, aber wahrscheinlich fast immer vermeidbar.

Vor den verbliebenen Gästen eine Viertelstunde lang ganz ungemütlich die Geschenke für den Transport „aufteilen“

Eine Hochzeit soll ein rauschendes Fest sein. Und irgendwann wird es spät. Die ersten und auch die zweiten Gäste sind schon auf dem Weg ins Bett.

Tut den restlichen Gästen den Gefallen und feiert mit ihnen. Und sorgt im Vorhinein dafür, dass sich die Trauzeugen oder jemand anders diskret um den Abtransport der Geschenke kümmert. Ich habe erlebt, dass das Brautpaar sich damit eine Viertelstunde mitten auf der Feier beschäftigt hat. Das tut keiner Party gut.

Eine Festsaal ohne Beleuchtungskonzept

Die Location dieser Hochzeit war eigentlich ein Traum. Ein wunderbares Gartenschloss. Dazu herrliches Wetter. Alles angerichtet. Irgendwann, spätestens als die Band aufspielt, nimmt die Feier Fahrt auf. Und dann das:

Der Saal war hell beleuchtet wie eine Abflughalle. Oder gar nicht. Denn es gab genau einen Lichtschalter. Um eine Party-taugliche Lichtanlage hatte sich niemand gekümmert. Ärgerlich, denn so kommt keine ausgelassene Stimmung auf. Die wenigsten Gäste tanzen so gut und gröhlen so gerne, dass sie es sich bei grellem Scheinwerferlicht trauen.

Unbegrenze Ablenkung

Eine heutige Hochzeit ist ein halber Jahrmarkt: Gästebuch, Tischkicker, Greifvogel- oder Autoshow. Die Gäste bekommen Einiges geboten. Die Fotobox ist gar nicht mehr wegzudenken.

Ich habe jedoch auch schon Hochzeiten erlebt, auf denen das Brautpaar auf der Tanzfläche wirbelte. Auf der leeren Tanzfläche, im leeren Saal. Sämtliche Gäste waren irgendwo anders beschäftigt. Das muss aus meiner Sicht nicht sein.

Spätestens wenn absehbar die ersten Gäste (z.B. wegen der Kinder oder des eigenen Alters) die Feier verlassen, solltet ihr die „Ablenkungsmanöver“ etwas zurückfahren oder zumindest nicht so weit verstreuen.

Spiele mit gefährlichem Werkzeug

Das Wichtigste vorab: Auch hier ging alles gut. Aber wenn das Brautpaar einen riesigen Baumstamm und eine uralte Säge hingestellt bekommt, ist das eine unmögliche Aufgabe und ein zweifelhafter Spaß.

In dem besagten Fall reichte der Gaststättenbetreiber ihnen dann auch noch spontan eine Motor-Kettensäge. Und spätestens da hört der Spaß auf. Niemand feiert in der Notaufnahme.

Party-Popper, Autolack und Sonne

Wer kennt sie nicht, diese Glitzer-Kanonen, die beim Drehen eine ordentliche Ladung glänzenden Konfettis abfeuern? Schöne Sache und ein toller Moment für den Hochzeitsfotografen.

Vom Hochzeitsauto sollte man dabei aber Abstand halten – oder sofort danach für Sauberkeit sorgen. Ich habe es erlebt, dass die Teile nach der Aktion noch ein paar Stunden auf der Motorhaube lagen und danach mühsam abgezogen werden musste. Die Beschichtung war dabei irgendeine Verbindung mit dem Lack eingegangen, auf dem dann lauter Herzchen prangten. Danach war eine sehr, sehr teure Reparatur bzw. Aufarbeitung notwendig.

Anderthalb Jahre mit der modifizierten Quickmill

Nachgerüstetes Expansionsventil in einer Quickmill 3035 Pegaso

Seit bald sechs Jahren bin ich Espressotrinker und habe mir damals im Espressoladen Stuttgart (Empfehlung!) eine Quickmill 3035 Pegaso gekauft. Für die Maschine spricht

  • der für Siebträgermaschinen moderate Preis (seit 2015 unverändert ca. 800 Euro online bzw. 900 Euro im Geschäft) ,
  • die kompakte Bauform mit eingebauter Mühle und
  • die schnelle Aufheizzeit durch den
  • seit Jahrzehnten bewährten, pflegeleichten Quickmill-Thermoblock.

Natürlich gibt es gegenüber größeren und/oder teureren Geräten auch Schwächen. Zwei davon habe ich vor anderthalb Jahren mit kleinen Veränderungen etwas abgeschwächt. Und weil heute die „erste Inspektion“ anstand, kann ich sie endlich einmal dokumentieren:

eBike tracken mit Apple AirTag

Bosch CX gen 2 mit verstecktem Apple AirTag

Für Fahrräder kann man mittlerweile richtig eckiges Geld ausgeben. „Aber dafür bleibt’s vielleicht auch bis zum Ende Deines Lebens bei Dir.“, würde Kalle Grabowski sagen.

Damit zumindest Langfinger diesen Plan nicht durchkreuzen, sieht meine Taktik wie folgt aus:

1Das Fahrrad an belebten Orten abstellen. Dann müssen die Diebe schnell und unauffällig sein. Das Fahrrad außerdem mit einem robusten Schloss anschließen (nicht nur abschließen). Leider bietet selbst das dickste ABUS Bordo keinen unendlichen Schutz. Zwei unterschiedliche Schlösser helfen eventuell gegen „spezialisierte“ Panzerknacker, aber natürlich wird irgendwann jedes Schloss am Ende seiner Fähigkeiten sein.

2Falls es dem Fahrraddieb doch gelingt, das Fahrrad zu bewegen, greift seit einer Woche an meinem eBike der nächste Schritt: Ein verstecktes Apple AirTag verrät mir, wohin das Rad verschwunden ist. Wie diese kleinen Geräte grundsätzlich funktionieren, erklärt Apple selbst auf seiner Webseite.

Im Gegensatz zum Schlüsselbund oder Haustier verliert man sein Fahrrad jedoch eher selten. Und selbst ein mäßig begabter Fahrraddieb würde ein außen sichtbares AirTag vermutlich sofort abnehmen und wegschmeißen.

Im Netz gibt es daher mittlerweile allerlei Tipps zum Verstecken der AirTags. Die Position unterm Sattel ist aus meiner SIcht zu naheliegend. Den Chip im Rahmen zu versenken führt – wenn es überhaupt hineinpasst – zu deutlich verminderter Funkreichweite.

Bei meinem eBike mit Bosch CX Antrieb der zweiten Generation bietet sich jedoch die Motorverkleidung aus Kunststoff an. Denn darin ist genug Platz, um das AirTag mit Kabelbinder in Position zu halten (es soll ja nicht klappern). Der Kunststoff reduziert die Funkreichweite kaum merklich. Und zu guter Letzt ist der Chip ohne einen Kurbelabzieher und drei unterschiedliche Sechskantschlüssel nicht zu entfernen.

3 Ein Fahrraddieb, der sein „Handwerk“ sowohl mechanisch als auch elektronisch beherrscht, wird also vermutlich auch diese Hürde nehmen. Und dann hilft vermutlich nur noch der letzte Tipp: Eine Versicherung, die den Diebstahl des Fahrrads absichert.

Einbau eines PID-Reglers in die Quickmill

Eine Quickmill Siebträgermaschine mit nachgerüstetem Inkbird PID Regler

Die Quickmill 3035 „Pegaso“ besitzt keinen Kessel. Das Wasser fließt bei der Espresso-Zubereitung durch einen vorher aufgeheizten Thermoblock aus Aluminium, wobei es sich erwärmt. Dabei gibt es zwei Schwachpunkte:

  • Wenn das Wasser schnell durch den Thermoblock schießt, hat es wenig Zeit zur Erwärmung und tritt recht kalt aus. Wenn es sehr langsam durch den Thermoblock fließt, erwärmt es sich hingegen nahezu mit der Block-Temperatur aus. Das ist prinzipbedingt und lässt sich nicht verhindern.
  • Die Heizung des Thermoblocks wird über einen Bimetall-Schalter ein- und ausgeschaltet. Das ist auch über das Klicken zu hören. Die Temperatur des Thermoblocks schwankt dabei stark um bis zu 20 Grad. Das macht es schwierig, gleichbleibend gute Espressi zu erzeugen. Aber zumindest hier gibt es Abhilfe: den PID-Regler.

Der Name PID ergibt sich aus den drei Bestandteilen des Regler-Ergebnis. Der Proportional-Anteil ergibt sich schlicht durch die Betrachtung des Ist-Zustands: Je heißer die Temperatur, desto weniger wird geheizt. Der Derivativ-Anteil schaut auf den aktuellen Trend: Je stärker die Temperatur steigt, desto mehr wird die Heizung reduziert. Und der Integral-Anteil wertet die Vergangenheit aus: Je länger und stärker die Temperatur unter dem Zielwert liegt, desto mehr wird geheizt. Und jeweils umgekehrt.

Damit der PID-Regler funktioniert, benötigt er einen Temperatursensor sowie die Möglichkeit, die Heizung feiner zu regeln. Den von mir verwendeten Regler Inkbird ITC-100 gibt es im Netz häufig als Set mit Temperaturfühler und Solid State Relais (SSR). Letzteres kann die Heizung sehr oft ein- und ausschalten, macht dabei keine Geräusche und verschleißt nicht.

Außerdem werden einige Kleinteile wie Verbindungsklemmen, Isolierband (nur als Scheuerschutz) und 230V-geeignete Kabel sowie ein Multimeter benötigt. Als Gehäuse habe ich ein 50×50 mm Vierkant-Profil aus Edelstahl verwendet.

Achtung, Umgang mit Netzspannung ist lebensgefährlich. Führt diesen Umbau nur durch, wenn ihr entsprechendes Fachwissen habt. Auch ich habe mir dabei von einem Fachmann auf die Finger schauen lassen. Denkt daran, dass es nicht nur um eure Sicherheit während des Umbaus geht. Ihr wollt sicherlich auch bei der Inbetriebnahme keinen Kurzschluss, Brand oder sonstigen Schaden provozieren.

  • Die Schaltseite des SSR wird nach Anleitung mit dem Ausgang des PID-Reglers verbunden.
  • An der Leistungsseite des SSR werden die Kabel angeschlossen, die im Ursprungszustand am Bimetall-Schalter im Thermoblock angebracht sind. Davon gibt es zwei: Vom Kippschalter für den Milchschaum ausgehend lässt sich derjenige finden, der für die Regelung der hohen Temperatur zuständig ist. Für diesen Umbau wird dann der andere benötigt..
  • Die Stromversorgung des PID-Reglers habe ich vom Hauptschalter abgezweigt, sodass er mit der Maschine eingeschaltet wird.
  • Der Temperaturfühler wird ebenfalls nach Anleitung mit dem PID verbunden und dann am, besser im Thermoblock befestigt.

Wichtig: Wenn sich der Fühler vom Thermoblock löst und die „Lufttemperatur“ misst, wird die Heizung immer weiter angesteuert, bis die Schmelzsicherung im Thermoblock auslöst. Eine solide Befestigung ist daher sehr, sehr wichtig.

Ich habe das mit Lochband gelöst. Für einen besseren Wärmeübergang habe ich das Loch im Thermoblock, in dem der Temperaturfühler steckt, vorher mit Wärmeleitpaste aus dem Computerzubehör gefüllt.

Das schematische Schaltbild mit dem PID-Regler und dem Solid State Relais
Das schematische Schaltbild mit dem PID-Regler und dem Solid State Relais

Im Bild unten ist der Zusammenbau zu sehen. Das SSR ist von unten gegen das Oberteil des Gehäuses geschraubt. Die Leitungen zum PID-sind mit Isolierband zusammengebunden und nach oben aus dem Gehäuse herausgeführt. Der eine Bimetall-Schalter im Thermoblock ist nicht mehr angeschlossen.

Das Innere der Maschine nach dem Einbau des Temperaturfühlers und der Befestigung des SSR

Auf dem Gehäuse „thront“ nun der PID-Regler. Ich habe ihn nach einigen Versuchen auf die folgenden Werte eingestellt (Änderungen gegenüber Werkseinstellungen in Fettschrift):

HIAL 9999
LoAL -1999
dHAL 9999
dLAL 9999
df 0.3
CtrL 3
M50 1500
P 60
t 40

CtI 4
Sn 0
dIP 1
dIL 0
dIH 1000
SC 0.0
oP1 0
oPL 0
oPH 100

ALP 0
CF 2
Addr 1
bAud 9600
dL 0
run 2
Loc 40
EP… alle „none“

Damit heizt die Maschine schnell und ohne Überschwinger auf. Die Solltemperatur wird im Leerlauf konstant eingehalten. Und bei Kaffeebezug reagiert die Maschine schnell mit verstärkter Heizung.

Die Parameter sind in der englischsprachigen Bedienungsanleitung etwas missverständlich bezeichnet/übersetzt. P für die P-Verstärkung ist dabei noch recht eindeutig, obwohl die Anleitung von „Differential“ spricht. M50 als „Integral Time“ entspricht im deutschen Sprachraum der Nachstellzeit und somit der Einstellung des I-Anteils. Die „Hysteresis time“ t ist die Vorhaltzeit.

Ansicht der Maschine mit PID-Regler auf dem Oberteil

Noch besser wird der Espresso aus der Quickmill übrigens, wenn ihr auch ein Expansionsventil nachrüstet. Hier erfahrt ihr, wie das geht!

Nachtrag: Zwei Bilder zum Sensor. Das M6-Außengewinde ließ sich bei meinem Exemplar demontieren. So passte er in die M4-Bohrung im Thermoblock. Die Fixierung erfolgte dann mit Lochband. Das Bohrung mit dem Sensor darin wurde mit Wärmeleitpaste aus dem Computer-Handel verfüllt.

Einbau des Expansionsventils

Ulka EX4 und nachgerüstetes Expansionsventil in einer Quickmill 3035 Pegaso

Die Fachwelt ist sich nach zahlreichen Untersuchungen einig: Der perfekte Espresso entsteht bei 9 bar. Weil die in den Maschinen verwendeten Pumpen gerade bei geringsten Fördermengen deutlich höhere Drücke erzeugen können, sind in nahezu allen Siebträgermaschinen Ventile verbaut, die bei Überschreitung einen Bypass öffnen und somit den Druck auf das Kaffeemehl nach oben begrenzen. Mittlerweile sind auch einige Thermoblock-Geräte von Quickmill mit diesem Ventil ausgestattet. Bei vielen Neugeräten und nahezu dem gesamten Bestand fehlt es jedoch.

Bei der Quickmill 3035, die mittlerweile auch mit Ventil erhältlich ist, gibt es dafür jedenfalls ausreichend Platz. Ermutigt durch einige Erfahrungsberichte in Foren habe ich Ende 2019 ein Expansionsventil nachgerüstet. Auch für mich als begeisterten, aber nicht besonders begabten Schrauber, war der Umbau leicht zu bewältigen. Die benötigten Teile sind alle u.A. bei espressoxxl.de erhältlich (der Gewindedichtfaden jedoch leider nur in einer riesigen Menge):

Es sollte eigentlich selbstständlich sein, aber dennoch der Hinweis: Den Umbau nur bei kalter Maschine mit gezogenem Netzstecker durchführen! Dann gibt es weder tödliche Stromschläge noch schmerzhafte Verbrennungen (sondern höchstens nasse Füße bei der Inbetriebnahme). Bei Unsicherheit jemand mit Erfahrung dazunehmen.

Im Bild oben ist die Pumpe in rot gut zu erkennen. Links von der Pumpe, an ihrem Austritt sitzt der Pulsor, der in den Maschinen von Quickmill den die Druckschwingungen reduziert.

Als erstes wird das T-Stück verbaut.

Es dient dazu, das vom Expansionsventil abgelassene Wasser wieder in den Ansaugschlauch zurückzuleiten. Dazu wird der Schlauch auf der „rechten“ Ansaugseite der Pumpe durchgeschnitten und beide Enden auf das T-Stück gesetzt. Als Angsthase habe ich die Schläuche zusätzlich mit Kabelbindern gesichert, was aber vermutlich nicht benötigt wird.

Dann wird der Schlauch am Austritt des Pulsors ab- und das Expansionsventil angeschraubt.

Dabei kommt auch bereits etwas Gewindedichtfaden zum Einsatz. Um das Ventil in den Pulsor austritt schrauben zu können, musste ich die Pumpe und den Pulsor aus ihrer Halterung lösen.

Auf den Ventilaustritt ohne Gewinde wird nun ein Stück Silikonschlauch geschoben und mit dem T-Stück verbunden. Das Zwischenergebnis ist unten zu sehen (den Knick im Ansaugschlauch bei der Pumpe habe ich später noch geradegezogen):

Danach wird der vom Pulsor abgeschraubte Schlauch mit dem offenen Ende des Expansionsventil verbunden.

Dabei wird die Gewindemuffe als Zwischenstück benötigt. Auch hier sollten jeweils ca. zwei Gewindegänge Dichtfaden verwendet werden, damit auch bei 10 bar kein Wasser austritt.

Der Umbau ist damit bereits abgeschlossen.

Der letzte Schritt ist die Einstellung des korrekten Drucks.

Dazu einfach mit dem Einzelsieb einen Espresso beziehen und den maximalen Druck am Manometer ansehen. Dieser sollte nun bereits geringer sein als die 15 bar, die an meiner Maschine vor dem Einbau des Ventils oft auftraten. Liegt er trotz vollem Sieb und kräftig getamperten Puck deutlich unter 9 bar, muss das Ende des Ventils, an dem der Schlauch aufgeschoben ist hineingedreht werden. Liegt der Druck deutlich höher, wird das Ende entsprechend etwas herausgeschraubt.